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Miller Genuine Draft

Der heutige Tag darf zurecht als einer bezeichnet werden, der in die Geschichtsbücher eingeht. Nach nun 4 Jahren Donald Trump, in denen in den Augen der meisten vieles eher schlecht als recht lief, wurde mit Joe Biden nun sein Nachfolger vereidigt. Dies nehme ich nun zum Anlass eines der bekanntesten Biere aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu verkosten. Das Miller Genuine Draft ist das Flaggschiff Bier der zweitgrößten US Brauerei aus der amerikanischen Bierhauptstadt Milwaukee. Von den großen Brauereien der Stadt ist Miller die letzte, die heute noch aktiv braut. Wie so viele andere US Marken auch, hat Miller deutsche Wurzeln, den der Mann der hinter dem Namen Miller steht ist ein gewisser Friedrich Müller der 1854 aus dem beschaulichen Sigmaringen nach Wisconsin übersiedelte. Gebraut wurde mein Bier aber nicht im Stammsitz in Milwaukee, sondern bei der zum Konzern gehörigen Borsodi Brauerei in Ungarn. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,7%. Man sollte noch erwähnen, das auf der Zutatenliste Maltosesirup, also nicht unbedingt eine natürliche Zutat, zu finden ist.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, goldenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein leicht süßgetreidiges, ansonsten eher ein geruchsneutrales Bier

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck habe ich ein Bier mit süßlich getreidgen Noten. Man hat so eine Malzsüße, die irgendwie etwas an Mais oder etwas ähnliches erinnert. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein eher unspektakuläre Bier mit dieser komischen Malzsüße am Gaumen, die irgendwie unpassend wirkt. Es hat eine etwas künstlichen Malzgeschmack mit einer sehr zähen süße, bei der man dann doch irgendwie den Maltosesirup wahrnimmt.

Zum Fazit: Ja man kann es trinken und es ist jetzt nicht absolut ungenießbar oder eklig. Es hat aber wirklich seine Schattenseiten und so finden sich doch einige Lagerbiere die deutlich mehr Aroma und Geschmack haben. Das gibt 2 Sterne

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Leffe Brune

In meinem heutigen Biertest geht es heute wieder nach Belgien. Aus dem Portfolio der weltweit bekannten Marke Leffe werde ich mich heute an das Brune wagen. Der Alkoholgehalt liegt bei 6,3%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, nussbraunes Bier. Es hat einen sehr schönen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein nussiges und gleichzeitiges würziges Aroma, welches man hier in der Nase hat. Man hat eine sehr kräutrige Komponente, die aber von etwas Schokolade abostrophiert wird.

Zum Geschmack: Ein in den Aromen vor allem im Abgang eher an alkoholische Noten erinnerndes Bier. Es hat aber auch gewisse herbe Noten. Vor allem im Gaumen und im Rachen setzten sich diese bittere Noten im Abgang fest. Man hat zusätzliche süßliche an Honig erinnernde Noten. Immer wieder kommen noch leichte Schokoladennoten hinzu. Es unterscheidet sich aber nicht so endgültig vom der blonden Variante. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es doch recht ähnlich dem Blonden Bier, außer das es ein paar schokoladige Aromen in sich vereint.

Zum Fazit: Ich gebe dem Bier eine Wertung von 3 Sternen. Ich finde, das amn es zwar gut trinken kann, es insgesamt aber nicht so überzeugend ist. Hier gibt es im dunklen Bereich deutlich bessere belgische Biere.

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Loscher Hefe Weissbier

Im heutigen Test habe ich wieder ein Bier aus dem schönen Frankenland. In Münchsteinach, einem Ortsteil von Neustadt an der Aisch liegt die Brauerei Loscher, die neben ihren Bieren auch den bekannten Club Mate Drink produziert. Die Brauerei selbst blickt auf eine Historie zurück, die bis ins Jahre 1881 zurückreicht. Genau so lange ist sie auch in Besitz der namensgebenden Familie Loscher. Aus dem Sortiment wird sich nun heute über das Weissbier hergemacht, das einen Alkoholgehalt von 5,2% hat.

Zur Optik: Ein orangenes, naturtrübes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein eher herbes bis kräutriges Weizen. Es ist deutlich hopfenbetonter sogar etwas fruchtig in Richtung grüner Apfel.

Zum Geschmack. Auch hier ist es ein eher sehr sprtiziges Weizen, das nicht so hefig daherkommt. Auch im weitern Trinkverlauf lebt es eher von der Spritzigkeit und ist getreidig dominiert. Es ist nicht so die Banane zu schmecken, aber es ist auch nicht hefig schlammig. Im weiteren Trinkverlauf lässt die Spritzigkeit leider etwas nach und es wird hefiger.

Zum Fazit: Nach einem guten Einstig ist es leider gegen Ende etwas zu hefig was einen Abzug bedeutet. So gebe ich dem Bier eine Wertung von 3 Sternen.

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Fuhrmanns Hopfenlager

Mit dem Hopfenlager ist heute wieder ein Bier aus dem Hause Fuhrmann in meinem Test. Ein untergäriges kalteghopftes Lager mit einem Alkoholgehalt von 4,8% habe ich hier vor mir stehen.

Zur Optik: Ein hellgoldenes, naturtrübes Bier. Es hat einen sehr ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein fruchtiges Aroma mit Mango aber auch ein wenig bitteren Grapefruit Noten sowie Maracuja. Dazu kommt eine harzige Note.

Zum Geschmack: Ein fruchtig bitteres Aroma. Man hat auf der einen Seite eine herbe Note, die auf der Zunge prickelt und auf der anderen Seite aber eher auch fruchtige Töne, die vor allem im Antrunk durchkommen. Diese schön harzig-fruchtigen Noten bleiben über das ganze Trinkerlebnis hinaus erhalten.

Zum Fazit: Ich gebe dem Bier eine Wertung von 4 Sternen. Es ist ein wirklich wundervoll frisch fruchtiges Bier, dem aber so der letzte Aha-Effekt fehlt.

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Schäffler Pils

Für meinen heutiegn Test greife ich dieses Mal zum Pils der Brauerei Schäffler aus Missen im Allgäu. In der trendigen 0,33 Eurolfasche verpackt, bringt es das Gebräu auf einen Alkoholgehalt von 4,9%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein hopfiger und mineralischer Geruch. Auch etwas holzig ist es noch dazu. Dazu kommen leichte grasige Hopfennoten.

Zum Geschmack: Ein erdig getreidges Grundaroma entsteht bei mir im ersten Eindruck. Es lässt auch hier eindeutig eine Hopfenherbe vermissen. Auch fehlt die Kohlensäure. Der Nachgang ist dafür doch sehr im süßmalzigen Bereich unterwegs. Auch im weiteren Trinkverlauf hat es schöne feinerheb Noten. Es ist aber dabei sehr aromatisch und ab und an kommt auch eine gewisses hopfig-malziges Aroma furch.

Zum Fazit: Ich gebe dem Bier eine Wertung von 4 Sternen. Es ist wirklich ein schön aromatisches Pils, bei dem jedoch der Hopfen noch herber sein könnte. 

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Gerstenfux Icefox

Mit dem Icefox vom Brauwerk Gerstenfux habe ich heute passend zur dunklen Jahreszeit ein Winterbier in meinem Test. Stilistisch bewegen wir uns hier im Bereich eines dunklen Lagers. Der Alkoholgehalt liegt bei 6,1%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, braunschwarzes Bier. Es hat einen röstig/bräunlich angehauchten Schaum.

Zum Geruch: Ein leicht röstiges Aroma, dominant ist aber ein dunkles beeriges Aroma in der Nase. Dazu kommt Sauerkirsche.

Zum Geschmack: Der erste Eindruck entsteht vor allem dadurch das im Antrunk eine ganz hohe Kohlensäure einem entgegenschwallt, bevor dann im Abgang leicht säuerlich süßliche Noten kommen, die dann an Sauerkirsche und Beeren erinnern. Im weiteren Trinkverlauf kommen im Abgang dann auch ein wenig schokoladige Noten durch, die im Nachgang dann sogar kakaomäßg herber werden. Auch gegen Ende hat man dieses süß säuerliche Aroma mit gewissen schokoladigen Noten.

Zum Fazit: Ein wirklich gutes dunkles Bier, bei dem vor allem die beerigen und leicht säuerlichen Noten überzeugen. Ich gebe dem Bier so eine Wertung von 4 Sternen.

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St. Erhard Pinsl Märzen

Das Pinsl Märzen ist das Hausbier der Bierothek Erlangen. Der Name Pinsl ist angelehnt an das Erlanger Stadtoriginal Eduard Königsreuter, dessen Spitzname Pinsl war. Als Lebenskünstler in und um Erlangen bekannt bezahlte er sein Bier oftmals mit selbstgemalten Bildern. Auf der Bergkirchweih ein gern gesehener Gast haben seine Bilder über die Jahre Kultstatus erlangt und jeder hoffte in den Besitz eines dieser Unikate zu gelangen. Der Alkoholgehalt des Bieres liegt bei 5,5%.

Zur Optik: Ein rötliches Bier mit einer ordentlichen Hefetrübung. Es hat eine wirklich richtig ordentlichen hohen weißen Schaum.

Zum Geruch: Fruchtige Noten hat man in der Nase, hauptsächlich von Mandarine und Erdbeere. Dazu hat das Bier etwas leicht hopfig harziges.

Zum Geschmack: Ein ungewöhnlich hopfiges Bier. Es hat einen schönen leicht grasig-bitteren Abgang und prickelt schön auf der Zunge. Insgesamt ist es schon sehr bitter und somit fehlt dem Bier leider ein wenig die Fruchtigkeit. Insgesamt ist dieses Bier schon sehr auf den Hopfe bedacht und mir kommt das Malz hier leider ein wenig zu kurz. Der Hopfen deutet immer mal wieder seine Fruchtigkeit an und setzt sie dezent in Szene.

Zum Fazit: Das Bier ist mit insgesamt etwas zu hopfig und auch eine leicht alkoholische Bittere habe ich. Ich gebe dem Bier eine Wertung von 3 Sternen, da das Malz etwas zu kurz kommt. 

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Eders Export

Für meinen heutigen zweiten Biertest mache ich wieder einen Abstecher ins Frankenland. Es geht zur Eders Brauerei nach Großostheim. Die im Jahre 1779 gegründete Brauerei ist im Laufe der Letzten 50 Jahre durch einige Übernahmen zu einer der größten Brauereien des Frankenlandes gewachsen. Sie braut inzwischen Biere der Marken Heylands, Bavaria, Schlappeseppel und eben Eder. Von Eder wird es nun heute das Export zum verkosten geben. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,5%.

Zur Optik: Ein klar filtriertes goldenes Bier. Der Schaum ist jetzt nicht besonders erwähnenswert.

Zum Geruch: Ein sehr brotiges Aroma hat dieses Bier. 

Zum Geschmack: Ein eher wässriges Bier, welches auf mich sogar leicht metallisch wirkt. Im Abgang ist es leicht harzig mit zwar einer klar herauszuschmeckenden getreidigen Note, die für aber irgendwie unstimmig wirkt. Es wirkt teilweise wirklich abstoßend dieses Bier, da ihm eine richtig schmackhafte Komponente fehlt. Teilweise finde ich es sogar schwer genießbar, da es im Abgang irgendwie alt und unausgereift schmeckt.

Zum Fazit: Dieses Bier überzeugt mich wirklich gar nicht und es ist schwer es zu ende zu trinken. Ich gebe dafür auch nur eine Wertung von 1 Stern. 

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Theakston Old Peculier

Im heutigen ersten Test habe ich ein Bier einer englischen Traditionsbrauerei. Es geht zur Theakston Brewery im nordöstlichen North Yorkshire. In der kleinen Marktgemeinde Masham gelegen ist die Brauerei die zweitgrößte ausschließlich in Familienbesitz befindliche Brauerei des Landes. Der Old Peculier ist das Flagschiff der Brauerei, der bereits seit 1890 gebraut wird. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,6%.

Zur Optik: Ein tiefbraunes, trübes Bier. Es hat eine cremigen, bräunlichen Schaum.

Zum Geruch: Man hat süßliches Malz und Lakritzaroma. Dazu kommen brotige und leicht schokoladige Noten.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es genau dieser Mix aus süßlichen Malznoten und vor allem einer ordentlichen Lakritznote, die bis weit in den Nachgeschmack anhält. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein von Lakritzenoten dominiertes Trinkerlebnis mit einer prickelnden Kohlensäure im Abgang ist es etwas bitter. Gegen Ende ist es mir einfach zu bitter und diese Lakritznoten sind nicht wirklich überzeugend und wirken etwas schmierig im Abgang. Es ist insgesamt doch ein wenig bitter herb. Dazu kommt noch eine nussige Komponente.

Zum Fazit: Von einem Bier das in England so geschätzt wird hätte ich mir etwas mehr erwartet. Es hat sicherlich mehr Aromatik und Geschmackstiefe wie viele andere Classic Ales, aber irgendwie geht dem Bier ein wenig die Geschmacksvariabililtät ab. So gebe ich dem Gebräu eine Wertung von 3 Sternen.

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Th. König Zwickel

Im heutigen Test habe ich ein Bier der weltbekannten Marke König aus Duisburg-Beeck. Die Brauerei hat neben ihrem bekannten Pilsner auch ein Zwickel im Angebot, das sie nach ihrem Gründer Theodor König benannt ist. Dieser eröffnete die Brauerei im 1858 und profitierte von der rasch einsetzenden Industrialisierung, indem er die Arbeiter der umliegenden Fabriken mit Bier versorgte. So konnte die Brauerei schnell Wachsen und hatte bis weit in die 1980er Jahre die Marktführerschaft in Sachen Pils in Deutschland. Nach einem länger andauernden Abschwung wurde die Brauerei im Jahre 2000 an Carlsberg verkauft. Dieser wiederum veräußerte den Betrieb im Jahre 2007 an die Bitburger Gruppe. Das Zwickel mein heutiges Testbier hat einen Alkoholgehalt von 5,3%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, orangenes Bier. Es hat eine ganz ordentlichen weißen Schaum, der jedoch recht schnell verfliegt.

Zum Geruch: Ein getreidges Aroma mit hefigen Noten. Dazu etwas obstiges, das an Apfelsine erinnert.

Zum Geschmack: Der erste Eindruck ist sehr rustikal. Die kohlensaure ist hier sehr zurückhaltend und auch der Hopfen kommt nicht so durch. Man hat auf der einen Seite sehr intensive süßliche  Getreidenoten. Dazu kommen im Abgang hefige Noten, die aber auch etwas schleimig haferig sind. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein süßlich brotiges Kellerbier.

Zum Fazit: Ein ganz nettes Bier, dem jedoch etwas fehlt und das ich nicht gut aufeinander abgestimmt finde. Ich gebe dem Bier eine Wertung von 3 Sternen.