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Two Roads Espressway

Im heutigen Biertest wage ich dieses mal den Sprung über den großen Teich und verkosten ein Bier aus den USA. Es geht an die Ostküste in den Norden noch Connecticut. Im Städtchen Stratford befindet sich die Brauerei die mein heutiges Bier herstellt die Two Roads Brewery. Sie wurde erst 2012 gegründet und ist für US Craftbeerverhältnisse damit noch relativ jung. Mit dem Espressway verkoste ich heute ein Cofeestout sprich bei der Produktion wurde auch Kaffee verwendet. Dazu wurde auch noch Laktose im Brauprozess eingesetzt. Der Alkoholgehalt beträgt stolze 6,5%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, braunes Bier. Es hat einen ordentlichen bräunlichen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr Kaffeebezogener Geruch mit leichten Schokoladennoten. Es riecht zusätzlich leicht röstig.

Zum Geschmack: Ein röstiges Aroma. Man hat dieses gewisse Etwas und im Abgang ist es etwas bitter. Auch im weiteren Trinkverlauf ein Bier mit röstigen Aromen, die eine gewisse Bitterkeit heraufbeschwören. Jedoch ist mir dieses Bier insgesamt für einen Stout sehr Bitter. es ist nicht so milchig wie ich gedacht habe und diese Note hätte besser rauskommen können. Für allem im Abgang hält sich die Bittere hartnäckig am Gaumen. Hier und da ist es aber auch einmal cremig.

Zum Fazit: Wer röstig-bittere Biere mag der ist hier richtig. Ich finde es könnte einfach cremiger sein. Aber dennoch ist es ein Stout das Kante zeigt und viel Geschmack mitbringt. ich gebe hierfür 4 Sterne.

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Kapuziner Weissbier naturtrüb

Im heutigen Biertest gibt es dieses mal wieder ein klassisches Weissbier. Es gibt dieses mal das Kapuzinier Weissbier. Mit dem gleichnamigen Mönchsorden hat das Bier allerdings bis auf den namen nichts gemeinsam, da es eine Marke der Kulmbacher Brauerei ist. Diese startete die Produktion der Weissbiere im Jahre 1987. Verkosten möchte ich dabei die klassische helle variante mit 5,4%.

Zur Optik: Ein helloranges Bier. Es ist naturtrüb und hat einen schönen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein leicht würzige Note, die irgendwie leicht nach Schinken riecht wie ich finde. Ansonsten hat man eine leichte Banane und eine ordentliche Note von Vanille, Koriander und Nelke. Dazu hat es noch etwas getreidiges und die Hefe mischt auch ein wenig mit.

Zum Geschmack: Auch hier ist dieses Bier sehr würzig und kräutrig. Die Nelke und der Koriander kommen doch im ersten Moment sehr dominant daher. Es ist nicht so fruchtig wie gedacht und hat einen schwer zu beschreibenden unangenehmen Geschmack der irgendwie etwas nach verbranntem Malz schmeckt. Irgendwie wirkt es auch leicht klebrig. Es ist aber auch ein Bier, bei dem gegen Ende die zusätzlich die Spritzigkeit ein wenig verloren geht und es im Abgang bisweilen ein bisschen bitter wird und das Bier irgendwie einfach noch ein wenig schwerfälliger wirken lässt.

Zum Fazit: Ein Bier, das mich überhaupt nicht überzeugt, dieser komische Beigeschmack macht es wirklich nicht zu einem Trinkgenuss. Für mich muss ein Weizen einfach anders sein. Ich kann hier folgerichtig auch nur 1 Stern vergeben.

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Superfreunde Devil Horns

Im heutigen Biertest gibt es mit dem Devil Horns wieder ein Double dry hopped Pale Ale. Im übrigen ist es  auch das erste Bier der Superfreunde, welches in der Dose erhältlich ist, den anders als ihr Ruf ist die Dose eigentlich die beste Verpackung für Bier, vor allem wegen der frische. Das Bier selbst ist streng limitiert und so gibt es nur 1500 Dosen dieses Gebräus. Gebraut wurde es in der Wittorfer Brauerei im Schleswig Holsteinischen Neumünster. Der Alkoholgehalt beträgt 5,8%.

Zur Optik: Naturtrübes, oranges Bier mit einem ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein sehr fruchtiges Bier. Es ist leicht fruchtig angehaucht, ein bisschen bitterhopfig und leicht blumig.

Zum Geschmack: Es ist fruchtig, aber nur leicht angehaucht. Es hat aber etwas saftiges ja sogar Milkshakeartiges. Im Abgang prickelt es leicht. Es ist auf der einen Seite nicht wirklich spritzig auf der anderen Seite aber sehr sehr fruchtig. Man schmeckt Noten von Maracuja und Ananas, aber auch eine leichte Zitrone ist dabei. Es ist erstaunlich leicht im Körper, aber die fehlende Kohlensäure lässt es hinten heraus etwas pampig werden.

Zum Fazit: Ein wirklich sehr saftiges und fruchtiges Bier. So etwas hatte ich schon lange nicht mehr. Auf der anderen Seite fehlt mir ein bisschen die Kohlensäure oder ein anderer Gegenpart. für die tolle Fruchtigkeit reicht es aber für 4 Sterne.

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Magic Rock Dark Arts

Im heutigen Biertest geht es über den Ärmelkanal in den englischen Teil Großbritaniens. Neben einer vielzahl an traditionellen Biermarken und Brauereien, die die klassischen Realales herstellen, für die Großbritannien bekannt ist, gibt es auch hier eine Reihe junger Craftbeerbrauereien. Eine davon ist die Magic Rock Brauerei aus Huddersfield. Die Brauerei existiert erst seit 2011 und wurde von den Burhouse Brüdern gegründet.  Mitlerweile ist die Brauerei stark gewachsen und hat sich als eine feste Größe im nationalen, aber auch im internationalen Craftbeermarkt etabliert. Verkosten möchte ich heute das Dark Arts, ein Stout, gebraut aus 4 verschiedenen Malzen und Hafer. Der Alkoholgehalt beträgt 6%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, tiefschwarzes Bier. Es hat einen bräunlich angehauchten röstigen Schaum.

Zum Geruch. Ein röstiges, an Kaffeenoten angehauchtes Bier. Es  hat Noten von Kaffeebohne und Bitterschokolade. Dazu kommt etwas Feige und Lakritz.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck hat man hier ein sehr röstiges Bier, das an einen sehr bitteren schwarzen Kaffee erinnert. Dies geschieht vor allem im Antrunk und im Mittelteil auf der Zunge. Im Abgang wird es aber dann etwas süßlicher und es hat auch etwas von Milchkaffee oder auch Zartbitterschokolade, mit Kakao. Es hat dazu noch eine ordentliche röstige Note, die mit herben Hopfennoten gefüttert wird. Der Geschmack hält bis in den Abgang an. Auch im weiteren Trinkverlauf ist es ein sehr gut röstig hopfiges Bier,  das gegen Ende wider eher in die röstige Richtung geht. Wenn gleich es bittere bleibt und nicht so süßlich wie am Anfang.

Zum Fazit: Für mich ein Stout, welches deutlich zu den besseren zählt die ich bisher getrunken hab. es ist sehr abwechslungsreich und bringt alles mit, was ch von einem Stout erwarte. Ich gebe hierfür 4 Sterne.

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Pietra Corsican IPA

Beim heutigen Biertest möchte ich mich zunächst einmal bei Freunden bedanken, die mir dieses Bier aus Korsika mitgebracht haben. Mein heutiger Biertest führt mich in die Heimat Napoleons zur Brasserie Pietra. Korsika, das war bis zur Mitte der 90er Jahre bierfreie Zone, denn es gab quasi keine eigene Brauerei. Doch das sollte sich 1996 ändern, als Amelie und Dominique Sailelli die Brauerei Pietra eröffneten und sich anschickten der Insel ihr eigenes Bier zu schenken. Lokalisiert ist die Brauerei in Furiani an der Nordostküste unweit der Stadt Bastia. Bekannt ist die Brauerei vor allem für Maronenbier, das ebenfalls den Namen Pietra trägt und schon seit einigen Jahren auch im ein oder anderen deutschen Fachgeschäft zu haben ist. Ich möchte heute aber eine eher unbekannte Sorte der Brauerei verkosten, nämlich das IPA. Der Alkoholgehalt beträgt 6%.

Zur Optik: Ein naturtrübes, bernsteinfarbenes Bier. Es hat einen ganz ordentlichen weißen Schaum.

Zum Geruch: Ein fruchtiges und auch doch sehr auf Orange und Mandarine betontes Bier. Auch ein wenig Zitrone rieche ich. Auch ganz leicht etwas tropisches und wirkt irgendwie kräutrig.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es im Antrunk recht bitter, dann kommt eine schönes Brett an fruchtigen Noten, die etwas in Richtung Honigmelone, aber auch Mandarine und etwas Orange/Apfelsine gehen. Im Abgang gesellen sich dann wieder leicht bittere Noten dazu. Der Nachgang ist sehr dezent und leicht fruchtig. Im weiteren Trinkverlauf wird es dann doch deutlich bitterer. Man schmeckt zwar florale und fruchtige Noten, diese kommen aber erst so richtig durch wenn die bitteren Hopfennoten so langsam abklingen.

Zum Fazit: Ein durchaus spannendes Bier, das ich so ehrlich gesagt nicht erwartet hätte. Mir gefällt vor allem die Mandarine, die aber, wie ich finde bei anderen Bieren noch mehr zum tragen kommt. Für mich reicht es hier dennoch für 4 Sterne.

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Hanscraft Yakima river

Im heutigen Biertest gibt es mal wieder ein Bier von Hanscraft, welche sich in Niedernberg in der Nähe von Aschaffenburg befindet. Beim folgenden Bier hat sich hAnscraft etwas ganz besonderes ausgedacht, das Yakima River ist nämlich teil eines Wettbewerbes. Denn das Yakima River und sein Pendant sind 2 Biere, die sich bis auf den verwendeten Hopfen 1 zu 1 gleichen. In diesem Bier wurden die klassischen amerikanischen Hopfensorten Simcoe, Citra und Mosaic. Bei der Sorte handelt es sich um ein double dry hopped Pale Ale, sprich es wurde 2 mal kaltgehopft. Der Alkoholgehalt beträgt 6,3%. Man darf also gespannt sein wer hier das rennen macht.

Zur Optik: Ein naturtrübes, oranges Bier. Es hat ein ganz ordentlichen weißen Schuam.

Zum Geruch: Ein fruchtiges Bier, mit Noten von Pfirsich, aber auch tropischen Früchten. Man hat Orange und Mandarine sowie harzige Noten.

Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein fruchtig/herbes Bier. Es ist vor allem im Abgang leicht herb, aber nur eine Spur, da es seinen herben Charakter beibehält. Dieser schwingt von Anfang bis Ende im Mund mit. Die Fruchtigkeit ist aber vor allem gegen Ende des Trinkgenusses leider nicht mehr so in diesem Ausmaß wie im Einstieg gegeben. Dazu sind die Hopfennoten die am Gaumen ankommen harziger Natur. Die Fruchtnoten schwanken zwischen tropischen und zitrusartigen Aromen.

Zum Fazit: Ein sehr fruchtiges und auf der anderen Seite aber auch ein Bier, welches eine ordentlich Hopfenkante hat. Es ist doch sehr herb, jedoch ist diese herbe sehr gut in das restliche Bier eingebunden. Mir hat es geschmeckt und ich bin gespannt wie sich sein Pendant anstellt. Hierfür gebe ich 4 Sterne.

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Yankee & Kraut Hopulenz

Im heutigen Biertest gibt es dieses mal wieder ein Bier von Yankee & Kraut. Verkosten werde ich dabei das Hopulenz seines zeichens ein IPL, kurz für India Pale Lager. Der Alkoholgehalt ist mit 7,5% für ein LAger recht hoch und eigentlich schon Bockbierverdächtig.

Zur Optik: Ein bernsteinfarbenes, naturtrübes Bier. Es hat eine schönen weiße Schaumhaube

Zum Geruch: Ein sehr fruchtiges Bier. Es riecht nach sehr intensiven Beerenoten. Man hat aber auch eine sehr herbe Bote des Hopfens, die man spürt. Dazu kommen leicht tropische Einflüsse die an Litschi erinnern.

Zur Geschmack: Ein Bier, das zunächst einmal eine leichte Fruchtigkeit anklingen lässt. Im Ab- und vor allem in Nachgang kommt einem dann eine ordentliche bittere Ladung Hopfen entgegen. Im Antrunk noch eher prickelnd und zurückhaltend entfaltet er erst am Gaumendach seine geballte Ladung bitterkeit, jedoch ist es mir ein wenig zu eindimensional. Der Körper wirkt aber sehr kräftig, was bei diesem Alkoholgehalt nicht verwunderlich ist. Es hat bisweilen auch leicht kernige und im Ansatz sogar rauchige Aromen.

Zum Fazit: Ein recht spannendes und abwechslungsreiches Bier, das aber hier und da schon noch einige schwächen aufweist. Die einzelnen Komponenten sind einfach zu unausgewogen. Ich gebe hierfür 3 Sterne.